
25 Jahre
Finetone Music
... feine Töne aus Jazz,
Klassik und Crossover.
Finetone Music ist ein kleines unabhängiges Plattenlabel, das sich 1999 gegründet hat.
Unser Fokus liegt auf den Genres Jazz, Klassik und Crossover.
Wir glauben an die Kraft der Musik, die Emotionen weckt und Berührungen schafft.

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Entdecken Sie das breite Spektrum
unseres Plattenlabels
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Unsere Neuerscheinungen
Peter Lehel Quartet
"Paul Auster Jazz"
FTM 8082
Für das neue Programm des Peter Lehel Quartets lässt sich der Saxophonist, Komponist und Arrangeur Peter Lehel von den Romanen, Erzählungen und Personen aus Paul Austers reichhaltigem Ouevre inspirieren.
Der 2024 verstorbene Paul Auster war Bestsellerautor in den USA und Kultautor in Europa . Er hat mit seiner Sprachgewalt und raffinierten Gedankengängen den Nerv der Postmoderne getroffen.
Mitte der 80er-Jahre schaffte er mit seiner „New York Trilogy“ den Durchbruch. Er schrieb experimentelle Kriminalgeschichten, wie „Stadt aus Glas“, die – mit raffinierten Twists – in Ambivalenzen und komplexe existenzielle Fragen münden.
„Beim Schreiben sei er völlig blind und schwebe. Anfangs habe er eine ziemlich genaue Vorstellung vom Buch, aber dann geschehen überraschende Dinge, und am Ende ergebe das ein ganz anderes Buch“, sagte Paul Auster einmal.Der Enkel jüdischer Einwanderer aus Galizien lebte ein paar Jahre als Bohemien in Paris, wo er Samuel Beckett traf, war aber eigentlich zu Hause in New York, in Brooklyn, das er auch in Filmen wie „Smoke“ verewigte.
In fast allen Romanen Austers gibt es Querverweise innerhalb seines gesamten Schaffens. Der Autor selbst sieht seine Bücher als Teile derselben Landkarte. Bestimmte Charaktere tauchen mehrfach auf oder sind miteinander verwandt.
In all diesen Facetten befinden sich Analogien zur Herangehensweise Peter Lehels an die Musik, seiner Reminiszenz an Paul Auster:
- Selbstreflexion über die eigene musikalische Identität
- Querverweise in das eigene musikalische Werk sowohl in der Improvisation als auch Komposition
- Ausloten von überraschenden Wendungen
- Herangehen an existenzielle Fragestellungen
Peter Lehel führt seit Mitte der 1990er Jahre eine Quartettbesetzung, die sich durch kontinuierliches Arbeiten in lange zusammenbleibender Besetzung und einer regen Konzerttätigkeit auf fast allen Kontinenten stetig weiterentwickelt. Dabei sind über 20 CDs und Programme unterschiedlichster Prägung entstanden.
War es zunächst die Jazzhistorie, vor allem mit dem modalen Jazz des klassischen John Coltrane Quartets, die den Sound des Peter Lehel Quartets beeinflusste, kamen später Elemente des Groove Jazz, klassische Einflüsse des Chamber Jazz, ungarische Volksmusik um Béla Bartók hinzu.
Immer wieder hat das Peter Lehel Quartet Gäste aus der Klassik, Weltmusik und dem Jazz zur Erweiterung des Spektrums mit dabei.
Musicians:
Peter Lehel - sax & comp
Ull Möck - piano
Dirk Blümlein - bass
Jakob Dinnebier - drums
Ehrlich/Acker/Lehel/Schuon
"Silent Hours"
FTM 8081
Musicians:
Annette Ehrlich - vocals
Werner Acker - guitar / arrangements
Peter Lehel - saxes
Ralf Schuon - keys
Peter Lehel/Amalien Quartett
"Coltrane String Ballads"
FTM 8079
This album is a brilliant example of how the saxophone can interact with a string ensemble.
The original compositions offer moments of lyrical beauty, complex harmonic interplay and moments of quiet introspection that speak for Peter Lehel`s maturity both as composer and improviser.
Max Ionata
Master Saxophonist from Italy
Im Kontext mit den großen Saxophonmeistern John Coltrane und Wayne Shorter präsentiert sich Peter Lehel auf seiner neuen CD selbst meisterhaft!
Eingebettet in filigrane Arrangements, in Begleitung vom grandios klingenden Amalien-Streichquartett hört man vielschichtige Farben, die durch Peter Lehels phänomenalen Tenor- und Sopransaxophonsound und seine minimalistischen, gefühlvollen Improvisationen wunderbar zur Geltung kommen.
Klaus Graf
HfM Nürnberg, SWR-Bigband
Wunderbare Kompositionen, ausgefeilte, raffinierte Arrangements. Die gesamte CD besteht aus lauter kleinen musikalischen Kostbarkeiten.
Melodien, Harmonien, Klänge, rhythmische Elemente fließen mühelos ineinander.
Der Ton des Saxophons berührt bis ins tiefste Innere.
Barbara Dennerlein
Hammond-Virtuosin München
Peter Lehel has made a beautiful artistic statement with both his writing and playing. His sound is special, a kind of moonglow over the musical landscape, setting the tone for skillful string arranging that is both supportive and interactive. Enjoy the journey!
Jim Snidero
Master Saxophonist
Manhattan School of Music New York
It just sounds beautiful. This recording is a deep and emotionally rich masterpiece with equally demanding arrangements and compositions.
Mihály Borbély
Liszt Ferenc Music University Budapest
Inniges Musizieren, über jeden technischen Makel erhaben und mit einem wunderbar seidigen Tenorsound. Der Sopransound ist rund, ausgeglichen und kraftvoll; chapeau!
Heinrich von Kalnein
Jazzhochschule Graz
Sehr schöne atmosphärische Aufnahme! Gratuliere!
Johannes Enders
HfM Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig
Wunderschön! Die Klangverschmelzung der Streicher mit dem Saxophon lässt den Hörer hinein tauchen in eine Welt von Melodien und Harmonien, die ineinander und miteinander vernetzt sind. Die Arrangements sind stilgerecht und idiomatisch - Danke für dieses wunderschöne Klangerlebnis.
Monika Herzig
JAM Music Lab University Vienna
Beautiful arrangements and beautiful playing by Peter Lehel and the string quartet. Beautiful music by one of the most complete saxophone players I have been working with. This music makes me feel very romantic.
Vahagn Hayrapetyan
Pianist from Armenia
Musicians:
Peter Lehel - saxes
Kira Kollmann - violin 1
Hanna Leonie Hauber - violin 2
Charlotte Kirst - viola
Hanna Gieron - cello
Finefones Saxophone Quartet
"Purple Pearls Of Pop"
FTM 8077
„Grundlage und Idee dieser 5. CD Einspielung des Finefones Saxophone Quartets sind Rock- und Popsongs, allesamt Meisterwerke aus der Epoche 1960-1990. Mit den Arrangements wird den Originalwerken und dem jeweiligen Bandsound die Begeisterung und der größte Respekt zum Ausdruck gebracht. Die Vorlagen werden als kammermusikalische Werke betrachtet, die in der für das Finefones Saxophone Quartet typischen Art und Weise um Improvisationsparts, Grooves und neu hinzugefügte Teile erweitert wurden. Eine besondere Herausforderung ist es, die Energie und Power der Hard Rock Bands wie DEEP PURPLE und LED ZEPPELIN für 4 Saxophone umzusetzen, wohlwissend, dass Saxophone eben keine E-Gitarren sein können.“
Übrigens, bis auf Sopranino- und Kontrabass-Saxofon sind alle Stimmlagen der Saxofonfamilie in dem Ensemble vertreten. Und dass ein solches Ensemble weder ein klassisches Harmonieinstrument, noch Perkussives oder einen Kontrabass braucht, unterstreichen die vier Musiker nachdrücklich.
Mit Led Zeppelin und „Black Dog“ wird das Album eröffnet. Nach und nach finden die einzelnen Saxofonstimmen ins Thema des Originals, auch das dunkel getönte Baritonsaxofon. Ab und an hat man den Eindruck, die vier Stimmen würden sich gleichsam spiegeln und sich in einen Klangwettstreit begeben. Durchaus lyrisch ausgeformte Passagen vernehmen wir. Begonnen wird dabei der „Kanon“ vom Sopransaxofon. Nach und nach treten die anderen Saxofone hinzu und alles endet in einem Tutti. Bei manchen Sequenzen meint man, man würde einer klassischen Komposition zum Thema Frühling folgen. Getragen beginnt das Arrangement von „Dream On“ , im Original von Aerosmith. Bisweilen scheint auch Schwermut in den Melodielinien auf. Sehr theatralisch mutet an, was wir hören. Und das ist auch dem Sopransaxofonisten zu verdanken, der über einige Zeit im Fokus steht.
„Child in Time“ von Deep Purple steht als nächstes auf dem Programm. Altsaxofon und Sopransaxofon im Wechsel – so hat es den Anschein – interpretieren das Thema des Originals. Der Höreindruck dieses Stücks wie auch anderer lässt an einen Kirchenraum denken, in dem gespielt wird. Weite breitet sich aus. Zugleich muss man konstatieren, dass jede Stimme des Quartetts auch in diesem Stück ihren Platz hat. Ein wenig an Etüde lässt das Stück denken. Dabei darf man nicht gänzlich wegschieben, dass Deep Purle mit „Gemini Suite“ durchaus das Crossover mit einem klassischen Orchester gesucht hat. So ist die Adaptation der Musik von Deep Purple durch das Finefones Saxophone Quartet nicht fern der Bandgeschichte von Deep Purple.
Bei „Highway Star“ meint man in „Zwischenstücken“ auch eine Art „barocke Blasmusik“ wahzunehmen. Dabei kann man, muss aber nicht, an Händelsche Weisen denken. Wie in anderen Stücken zuvor erscheint der Klang des Sopransaxofon beinahe wie der einer Klarinette bzw. Flöte. Die Segmentierung des Quartetts und das Zusammengehen im Tutti gelingt vortrefflich. Und die Rolle des Baritonsaxofons als Bass und Rhythmusgeber zugleich, ist ohne Frage gegeben. Passagen die an höfische Tänze erinnern, sind Teil des Arrangements, ehe dann das Thema wieder in den Fokus rückt. Und das Thema meint dabei das Thema des Originals.
Einem Ohrwurm gleicht der Supertramp-Titel „The Logical Song“ mit einer Melodie, die leicht mitzusummen ist. In diesem Stück verlässt der Baritonsaxofonist mehr und mehr seine Komfortzone des Bassersatzes und wird zur führenden Melodiestimme, ehe das Sopransaxofon ihm dies streitig macht. Oder ist es das Altsaxofon? Oder sind es Alt- und Tenorsaxofon im Wechselspiel? Nach dem Beatles-Song „Norwegian Wood“ den auch schon andere Jazzer wie Bill Frisell oder Herbie Hancock interpretiert haben, ist es dann Sade, die Pop-Musik der 1960er und Folgejahre widerspiegelt und von den vier Saxofonisten interpretiert wird. „Smooth Operator“ sang Sade mit souligem Impetus und ein wenig Disco-Verschnitt. Und wie setzen das vier Holzbläser um? Ja, das Arrangement ist wie andere auf dem Album sehr gelungen. Dazu trägt auch das „Bassspiel“ des Baritonsaxofonisten bei. Doch vor allem die hohe Saxofonstimme gibt der Interpretation eine überzeugende Gestalt.
© fdp 2024
Musicians
Peter Lehel – soprano saxophone, compositions, arrangements
Olaf Schönborn – alto saxophone
Christian Steuber – tenor saxophon
Pirmin Ullrich – baritone saxophone







